Trump verteuert den Stoff

Trump verteuert den Stoff

-aus dem die (Amerikanischen) Träume sind? Wer heute die Nachrichten verfolgt hat, dem ist sicherlich das ein oder andere Mal aufgefallen, dass öfter als sonst von Jack Daniels und Harley Davidson die Rede war… Huppela, wach und getriggert! Jacky und Harleys sollen teurer werden – auweia, das ist der Untergang. Zumindest der Anfang vom Ende… Da bin ich mir sicher…

Wie kann es dazu kommen, was ist passiert? Nun, dass mit Donald Trump nicht gerade der spitzeste Pfeil im Köcher des Herren an die Spitze der US-Regierung gewählt worden ist, dürfte so langsam auch dem letzten Hillbilly aufgefallen sein. Amerika first ist seine Devise, und die Rednecks jubel(te)n. Das der liebe Herr Präsident fast der ganzen Weltwirtschaft regelmäßig an das Bein pinkelt, finden manche inzuchtgeschädigten Hinterwäldler sogar noch gut. Da aber die Welt kein Dorf mehr ist, und die Wirtschaftsgesetze nicht mehr den Gesetzmäßigkeiten der vorindustriellen Gesellschaft entsprechen, ist das Leben nun mal keine Einbahnstraße mehr. Manche Länder lassen sich halt nicht mehr kommentarlos an das Bein pissen. Manche pissen zurück, und manche werfen sogar noch mit Scheißhaufen in Richtung des im Absolutismus stehengebliebenen, reichgeerbten Gockels.

Aber bevor ich mich in Rage schreibe, zurück zu Donald und seinen Plänen: Er möchte gerne Stahl und Aluminium mit Importbeschränkungen und weiteren Strafzöllen belegen. Rein rechtlich darf er das, wenn er belegen kann, dass es der nationalen Sicherheit seines Landes dient. Diese Zölle und Beschränkungen würden aber nicht nur China betreffen, sondern eben auch die EU. Und da hat selbst Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker bereits im vergangenen Sommer angedeutet, dass «“America first“ nicht bedeuten kann, dass Europas Interessen an letzter Stelle kommen. Man sei bereit, innerhalb von Tagen adäquat zu reagieren». Im Gespräch sind unter anderem Gegenzölle auf wichtige amerikanische Produkte, insbesondere landwirtschaftliche Exportprodukte, darunter Kartoffeln, Orangen und Tomaten. Darüber hinaus wollten die Europäer die Regierung von Donald Trump durch Zölle auf Produkte treffen, die für die Wahlkreise von Unterstützern des Präsidenten wirtschaftlich interessant seien.
Dazu gehören den Angaben zufolge Motorräder, weil der Hersteller Harley-Davidson seinen Sitz in Wisconsin hat, aus dem der republikanische Sprecher des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, stammt. Genannt wurde auch Whiskey aus Tennessee sowie Kentucky, der Heimat des Mehrheitsführers im Senat, Mitch McConnell. Die Liste stamme schon aus der Zeit des letzten großen Handelsstreits unter Präsident George W. Bush, sei aber seither angepasst worden. Und da sind wir wieder beim Thema. Und wenn jetzt die Junx Hurra schreien, die schon eine Harley im Stall stehen haben, möchte ich darauf aufmerksam machen, dass zwar viele Ersatzteile für die Amis eh in Fernost produziert werden, aber viel eben über die Company selber laufen muss – alleine wegen eventueller Garantieansprüche. Der Nachwuchs muß übrigens auch mit Moppetz versorgt werden. Die Mühlen von heute werden auch nicht so lange halten wie die Mühlen von damals – alleine wegen der ganzen Elektrikscheiße an Bord. Und zum Thema Whisky muss ich wohl gar nichts sagen. Oder? Was wird in den Clubhäusern dieser Welt wohl am meisten getrunken neben Cola und Kaffee? Richtig – kein Scotch. Und selbst der wird uns ja verhagelt durch GB Exit May und ihre drohende Zollschlacht mit der EU. Und selbst wenn die Inder mittlerweile super Whisky brennen und vermarkten (Ich sage nur Amrut oder Paul John!) sehe ich uns Roggers nicht mit Enfields von Clubhaus zu Clubhaus knattern… Was sagt ihr? Ich sage: Deutsche esst mehr Deutsche Bananen!

 

 

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COMMENTS

  • iceangel iceangel

    Dann machen wir eben den Wiskey selbst, wir können das genauso gut. Habe auch genug leere Jacky Flaschen zum Abfüllen. Wink
    Jetzt mal im Ernst, wenn der Absatz wegen der hohen Preise einbricht, dann wird der Verkaufspreis soweit gesenkt, dass Jacky nd Harley, trotz Strafzoll, wieder genauso viel kosten wie vorher. So läuft der Markt, da mach ich mir keine Sorgen.
    Die Zeche werden die Arbeiter bei Jack Daniels und Harley bezahlen, weil die Löhne gesenkt werden.
    Da bin ich mal gespannt, wie lange dann noch Ruhe ist im Amiland.

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  • Steppenwolf Steppenwolf

    …wird alles nicht so heiß gegessen, wie`s gekocht wird. Wink

    Und bei solcherlei Hirnrissigkeiten ist der Schuss bisher allemal nach hinten losgegangen. Slam-Dunk

    Als Globalisierungsgegner ist der Kotzbrocken, so kann Mann nur hoffen, bald ein globales Auslaufmodell. Movie-Time

    Gruß mit Respekt, Steppenwolf opa

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    • Sprouchmaaster
  • Sprouchmaaster Sprouchmaaster

    … die Globalisierung hat auch ihre Schattenseiten! … aber das ist ne andere Baustelle!!!

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    • Steppenwolf
  • Steppenwolf Steppenwolf

    Der Bastard wurde zur Raison gebracht. Lässt sich nach der Wahl mit dem HD Boss ablichten um ihm hernach das Geschäft zu versauen.

    Gruß mit Respekt, Steppenwolf opa

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